Was spielte sich am Sonntag in Laggenbeck ab? | Rolf-In-Action
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Was spielte sich am Sonntag in Laggenbeck ab?

…ein Erklärungsversuch

zum 8:0 Sieg der Laggenbecker über Preußen Lengerich

10:30 Uhr, die Sonne schien vom Himmel, es wurde schon warm, die ersten von insgesamt 200 Zuschauern standen schon an der Hütte am Kunstrasen und genossen schon den ersten Kaffee, dessen Duft sich durch das ganze Stadion zog und von dem man an einem Sonntag Morgen magisch angezogen wird. Die beiden Mannschaften wärmten sich schon auf, machten ihre Dehnübungen und traten schon mal vor den Ball.

Punkt 11:00 Uhr pfiff Schiri Jürgen Wenker, der von  Tim Bergfeld und Christoph Lübke assistiert wurde, die Partie an. Lengerich hatte in den ersten Minuten etwas mehr vom Spiel, Timo Zimmermann scheiterte zweimal knapp aber auch Laggenbeck spielte bereits gut mit. Eigentlich alles ganz normal. So langsam nahm das Spiel ab der 10. Minute etwas mehr  Fahrt auf. Dann, es war die 14. Minute begann das Debakel für Preußen Lengerich. Gerade noch hätten sie mit 0:1 in Führung gehen können, bekamen sie den Ball bei einer Abwehrsituation nicht unter Kontrolle. Christopher Novocyn und Hendrik Abke wurschtelten sich im Strafraum der Preußen irgendwie durch, kamen aber zu Fall, der Ball sprang Maximilian Pelle vor die Füße, der noch über seinen Mitspieler sprang, trocken abzog und den Ball rechts am Torwart vorbei in die Maschen hämmerte. 1:0 Laggenbeck, was Pelle mit einem doppelten Salto feierte. 

Dieses Tor war vielleicht noch nicht der endgültige Knackpunkt in diesem Spiel, aber die Lengericher waren schon etwas geschockt und bekamen in der Folge nicht mehr viel zustande. Sie taumelten etwas, was Laggenbeck jetzt ausnutzte und in der 40./42./ und 45. Minute (Nico Stehr, Arno Gerhard Antonius Aschebrock und Joshuar Schrameyer) den Lengerichern einen klassischen Niederschlag verpassten, um es mal in der Boxersprache auszudrücken. 

Nach der Halbzeit, es stand 4:0, Preußen immer noch völlig konsterniert, da konnte auch das Trainerteam in der Kabine den Hebel nicht mehr umlegen, nahm der KO seinen Lauf. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff war es wiederum Maxi Pelle, der zum 5:0 traf. Jetzt reichte es aber auch, dass hatten die Lengericher, die so oft in dieser Saison schon tolle Spiele geliefert hatten und zu Recht auf dem ersten Tabellenplatz standen, nicht verdient. Aber es kam noch schlimmer. Nico Stehr schoss in der 55. und 65. Minute das 6:0 und 7:0, unglaublich, die gut 200 Zuschauer trauten ihren Augen nicht, was sie da gerade sahen. 

Zu allem Übel bekam der etatmäßige Torwart der Preußen arge Kreislaufprobleme, sodass ein Feldspieler ins Tor musste. Den Schlusspunkt setzte dann in der in der 85. Minute Lars Büscher zum 8:0. Fassungslosigkeit nicht nur bei den Lengerichern, viele der Zuschauer hätten lieber ein klasse Topspiel gesehen, das bis zur letzten Minute spannend gewesen wäre. Natürlich waren alle Laggenbecker aus dem Häuschen und dieser Wirbel, den die gelben da veranstaltet haben, war auch grandios, dem Spiel hat es aber nicht gut getan. Da wird es viel zu analysieren zu geben.

Trainer Raphael Palm stieg nach dem Spiel in den Reisebus nach Barcelona/Spanien zu einer DFB Schulung. Kurz vor Mitternacht vor der französischen Grenze hat er noch ein paar Worte über WhatsApp gepostet.

„Ich bin richtig stolz auf meine Mannschaft….. Ich kann das alles noch nicht glauben was heute passiert ist…. Die Mannschaft hat einen unglaublichen Teamgeist und einen Willen das ist unglaublich. Ich hoffe heute haben alle gesehen, was in der Truppe steckt, nämlich ganz viel Potenzial….. Und unser Weg ist noch nicht zu Ende……. Ich bin stolz Trainer von Cheruskia Laggenbeck zu sein. Und jetzt geben wir alles nächsten Sonntag und die Jungs werden heiß wie Frittenfett sein….. dass kann ich versprechen.“

Ein toller Trainer, der auch noch nicht die richtigen Worte fand und vom erlebten noch fast erschlagen war!

Ein toller Trainer ist Freddy Stienecker aber sicherlich auch, der mir auch einige Worte zugesichert hat. Ihm lassen wir aber noch ein wenig Zeit, obwohl er die Analyse schon bereit hatte. Kopf hoch Freddy und natürlich auch die ganze Mannschaft. Solche Tage gibt es immer wieder im Leben, gut das man gestärkt aus ihnen wieder heraus geht! Die Meisterschaft wird erst am nächsten Sonntag entschieden.

…und hier noch die Fotogalerie vom Sonntag