U17 Juniorinnen Bundesliga: Unentschieden wäre gerechter gewesen | Rolf-In-Action
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U17 Juniorinnen Bundesliga: Unentschieden wäre gerechter gewesen

U17 Juniorinnen Bundesliga

DJK Arminia Ibbenbüren – Bayer 04 Leverkusen 0:2 (0:0)

SR: Anke Hölscher
 
Trotz Niederlage Bundesligatauglichkeit erbracht

Es dauerte etwa 10 Minuten, bis Arminia Ibbenbüren sich auf den Anfangsdruck der Bayer-Elf eingestellt hatte, dann hielten sie dagegen – und wie! Während dieser Zeit mussten sie sich allerdings bei ihrer Torhüterin Giulia Heemann bedanken, dass es noch 0:0 stand. Die sicherte ihren Vorderleuten das bis dahin glückliche 0:0. Leverkusens Amelie Wortberg (Nr.17) scheiterte frei vor der souverän herausgelaufenen Heemann, eine ihrer vielen Glanztaten an diesem Tag. Gewöhnlich nehmen solche Spiele irgendwann ihren Lauf und der Druck dieser erfahrenen Mannschaften wird immer größer, bis die ersten Tore fallen. Nicht so am gestrigen Nachmittag, denn die Arminia hat einiges dazu gelernt. Nach und nach gewannen vornehmlich Mia Westmeyer, Pia Laura Wisnewski und Eva Arentz immer mehr Zweikämpfe im Mittelfeld und Lea Sophie Rüskamp und Lea-Sophie Lindemann bauten zusätzlich Druck über die Außenbahnen auf. Zudem bekam die Verteidigung um Greta Hock und Ronja Konermann die starke Bayer-Offensive immer mehr in den Griff. Es war eine Augenweide mit anzusehen, wie diese Mannschaft sich in dieses Spiel kämpfte; immer wieder angetrieben durch das gut funktionierende Trainerteam Röber/Möllmeier.

Arentz und Rüskamp mit den größten Möglichkeiten

In der 52. Minute, beide Mannschaften spielten absolut auf Augenhöhe, gelang den Rheinländerinnen das eher glückliche Führungstor, was die Bayer Elf frenetisch bejubelte, so eng war dieses Match geworden. Eine Minute zuvor hatte Eva Arentz die wohl größte Möglichkeit des Spiels, ihre Mannschaft selbst in Führung zu bringen. Nur eine Glanztat der Bayer-Torhüterin verhinderte den Treffer, als die den Ball mit den Fingerspitzen über die Latte lenkte. Nach dem 0:1 hatten die Mädels in „Grün ihre besten 20 Minuten. Anders, als in der vergangenen Saison, ließen sie sich nicht von dem Gegentreffer beeindrucken, sondern erhöhten den Druck noch einmal, statt in der Defensive die Niederlage in Grenzen zu halten. Sie spielten ohne Angst mutig weiter nach vorne und hatten in der 67. Minute die große Möglichkeit zum Ausgleich, als Rüskamp den Abschlag der Torhüterin abblockte und knapp vergab. In den letzten fünf Minuten ordnete das DJK-Trainerteam die letzte Offensive an und stellte die Mannschaft sehr hoch ein. Auch Ina Kölker, die kopfballstarke Ronja Konermann und die eingewechselte Lielle Lill Muthulingam wurden offensiver und machten das Spiel weiterhin sehr spannend. Der Gegentreffer lag in der Luft und wäre zu diesem Zeitpunkt auch absolut verdient gewesen. Ein Kontertor beendete zwei Minuten vor Schluss allerdings die Träume vom Punktgewinn über den Tabellenführer, unverdient.

1:1 wäre gerechter gewesen

Es gibt Niederlagen, aus denen geht man gestärkt hervor, und genau so eine Niederlage war es. Geärgert haben sich die Mädels um die vertane Chance, das ist gut so. Bayer hat gemerkt, diese Arminia muss man sehr ernst nehmen, will man da die Punkte mitnehmen, fast wäre es für den Bundesliga-Nachwuchs in die Hose gegangen. Rhade (14.10.) und Saarbrücken (17.10.) dürften gewarnt sein, denn das sind die nächsten Gegner, die nach der Herbstpause gegen die Arminia antreten müssen.