Sportstättenkonzepte auf dem Prüfstand | Rolf-In-Action
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Sportstättenkonzepte auf dem Prüfstand

Foto: Trainingsplatz im Ortfeld bei Velpe/Handarpe

 

Neuer Kunstrasen oder nur Sanierung, die Meinungen innerhalb der Gemeinden gehen da oft weit auseinander

 

Sportstättenkonzepte in den Gemeinden sorgen immer wieder für hitzige Debatten und zeigen sehr oft, wie uneinig man sich häufig ist, wenn es darum geht, wer welches Stück Kuchen abbekommt. Heiß diskutiert wird zurzeit auch in der Gemeinde Westerkappeln über die Verabschiedung des Sporstättenkonzept. Die Diskussionen (nicht nur in der Presse, auch in den sozialen Medien) reichen da oft bis weit über die Gemeindegrenzen hinaus, wenn es beispielsweise darum geht, dass die Velper Juniorenmannschaften eine JSG mit Leeden/Tecklenburg haben und jetzt ja auf dem neuen Kunstrasen in Tecklenburg trainieren könnten. Da braucht man eigentlich für die paar Seniorenmannschaften aus Velpe Süd keine neuen Anlagen, sind sich da einige sicher. 

Damit wäre man schon auf der nächsten „Baustelle“ in Leeden am Habichtswaldstadion, das ja zur Gemeinde Tecklenburg gehört. Dort soll ja den neusten Angaben zur Folge der Ascheplatz für eine nicht unerhebliche Summe saniert werden, und intern werden da schon Stimmen laut, warum man denn dort nicht auch einen Kunstrasenplatz bauen könnte, statt einer aufwendigen Sanierung den Vorrang zu geben. Alles Fragen, die nach plausiblen Antworten suchen. 

Vor Jahren wurde auch in der Gemeinde Lotte diese Diskussion sehr engagiert geführt, als der Kunstrasen an der Jahnstrasse gebaut wurde. In Westerkappeln, Tecklenburg oder Lotte sind natürlich auch die Entfernungen zwischen den einzelnen Gemeindeteilen so weit von einander entfernt, dass eine Mitnutzung neu geschaffener Anlagen wenig attraktiv, wenn nicht sogar unmöglich erscheinen. Oder vielleicht auch deshalb unmöglich, weil die Fronten zu verhärtet sind und über Lösungsmöglichkeiten und Alternativen zu wenig geredet wird?

Fakt ist, das Vereine, die über einen Kunstrasenplatz verfügen, anderen Vereinen ohne so ein Geläuf gegenüber einen nicht unerheblichen Vorteil haben. Spielausfälle sind in der Regel komplett zurückgegangen und der Trainingsbetrieb kann auch während der Wintermonate fast uneingeschränkt stattfinden. Kunstrasenplätze sind aber mittlerweile kein Luxus mehr, sondern gehören schon in vielen Gemeinden zur Standardausrüstung eines Sportstättenkonzept, wie die jüngsten Neueröffnungen in Hopsten und Tecklenburg zeigen. So einfach scheint das aber alles gar nicht zu sein, Finanzierungskonzepte, Sponsorengelder, Eigenarbeit usw. gehen da sehr weit auseinander und sind oft der Grund eines Scheiterns im Umsetzen solcher Projekte. 

Fotos: NOZ Bericht vom 08.12.2017, Leeden und Tecklenburg