Moormann und Gürbüz hauen sich die Tore um die Ohren | Rolf-In-Action
Logo

FOLGE UNS AUF

Moormann und Gürbüz hauen sich die Tore um die Ohren

Herren Kreisliga A

Eintracht Mettingen – SF Lotte U23

SR: Carsten Schmidt
 
Matchwinner Marius Moormann bringt Lotte zur Verzweiflung

Gut, wenn einer einen Torjäger wie Firat Gürbüz hat, besser noch, wenn man einen hat, der Marius Moormann heißt. Das man das Spiel auf diese einfache Formel bringt, macht die Sache zwar einfacher, wird ihr aber nicht gerecht. Mein Gott, was war da denn gestern Abend zu später Stunde im Tüötten-Sportpark in Mettingen los? Aber von vorne…

Carsten Schmidt, der diese Partie leitete, wollte eigentlich auch nicht mehr, als ein schönes Freitagabendspiel pfeifen, daraus wurde nichts! Dabei schien es zu Beginn noch so auszusehen, als ob die U23 der Sportfreunde den Mettingern eine Lehrstunde erteilen würde. Gegen den Ball arbeiten, pressen, Zweikampfführung, Doppelpassspiel, all das ließen die Mettinger in der ersten halben Stunde völlig vermissen, Lotte zeigte der Eintracht, wie es geht. „Männer, wir sind überhaupt nicht im Spiel“, schrie Mettingens Torhüter und Kapitän Robert Baune seine Vorderleute mehrmals an. Wenig Reaktion zeigten die allerdings in der ersten Halbzeit. Lotte spielte beseelt von der frühen Führung durch den Dreifachtorschützen Firat Gürbüz seinen Stiefel runter, da konnte zunächst der erste Treffer des Marius Moormann zum zwischenzeitlichen 1:1 auch nichts ändern. Kurz vor dem Seitenwechsel langte Gürbüz noch zweimal hin und es stand 1:4 aus Lotter Sicht.

Sekunden vor dem Halbzeitpfiff schlug Moormann das zweite Mal zu, dass wohl wichtigste Tor des Tages. Undurchsichtige Szene im Lotter Strafraum, den Schiedsrichter Carsten Schmidt wohl richtig beurteilte und auf den Punkt zeigte. Moormann ließ Torhüter Benjamin Paesler keine Chance und es stand 2:4. Wir wissen nicht, wie die Halbzeitansprache in den Kabinen gelaufen war, aber die „Roten Teufel“ kamen wild entschlossen wieder auf das Spielfeld, mit der Absicht, dieses Spiel unbedingt kippen zu wollen. Außerdem hatten sie in Durchgang eins viel gelernt von ihrem Gegner; es gab eine Verschiebung der positiven Attribute auf der ganzen Linie, Lotte wirkte plötzlich phasenweise konsterniert. Ein Dreifachwechsel sorgte bei Mettingen zusätzlich für frischen Wind. Den Rest besorgte der bestens aufgelegte Moormann, der kaum zu stoppen dem Gast vom Kreuz Tor Nr. 3 und 4 verpasste. Spätestens jetzt war das Kräfteverhältnis zugunsten von Mettingen verschoben. Torhüter Paesler verhinderte in diesen Minuten eine Führung der Eintracht, schon den zweiten Elfmeter parierte er zunächst, da musste Moormann noch mal nachbessern.

Dann der scheinbare Befreiungsschlag der Lotter Elf, als der eingewechselte Ephraim Ampofo wieder auf 4:5 für Lotte stellte. Aber auch Mettingen hatte ausgewechselt, Mirko Baune glich 12 Minuten später wieder aus. 5:5, das Drama ging weiter. Eigentlich hat sich der neutrale Beobachter gewünscht, dass dieses Ergebnis wohl am gerechtesten sei, dass fand Mettingens Bastian Richter aber nicht und stürzte Lotte ins Tal der Tränen, als er in der 89. Minute den KO setzte. Zum Schluss noch die Torschützen der restlichen vier Tore von den insgesamt 11 erzielten Treffern: Mirko Baune, Bastian Richter (Mettingen), Raman Maraan, Ephraim Owuso Ampofo (SF Lotte)

Was für ein Spiel, beste Werbung für den Fußball; dieses Spiel hatte wirklich keinen Sieger verdient. Ich fühle mit Lotte mit und freue mich genauso für die Eintracht! Solche Spiele brauchen wir mehr, da wird noch Tage danach von geredet, so hat man früher die Zeit bis zum nächsten Spieltag überbrückt.