Mettingen eine Halbzeit wie vom anderen Stern | Rolf-In-Action
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Mettingen eine Halbzeit wie vom anderen Stern

Herren Kreisliga A

SC Hörstel – Eintracht Mettingen 2:4 (0:3)

SR: Tim Jarczyk
 
Mettingen tastet sich an die Spitzenplätze heran

Da staunten einige Zuschauer, darunter auch einige Halener, nicht schlecht, was sie da auf dem Rasen des Hörsteler Waldstadion zu sehen bekamen. Man sah die „Roten“ wirbeln, als ob sie im eigenen Stadion spielen würden. Der SC Hörstel war kaum in der Lage, sich aus dieser brutalen Umklammerung zu befreien. Diese Marschroute war hervorragend aufgegangen. Das Mettingen mit breiter Brust nach Hörstel anreisen würde, hatte man schon erwartet, aber man spielte immerhin gegen den zweiten der Kreisliga A Tabelle. 

Hörstels Hintermannschaft kam gleich zu Beginn des öfteren in arge Bedrängnis und stand nicht nah genug an den Mettingern. So auch in der neunten Minute, als Nicolei Schröer höher sprang, als sein Gegenspieler Tobias Frische und den Ball aus wenigen Metern wuchtig mit dem Kopf durch die Arme von Keeper Timo Rohlmann haute, weil er seine Greifer einfach nicht schnell genug nach oben bekam. 0:1, dieser Warnschuss mit Folgen rüttelte die Hörsteler zwar etwas wach, aber die Eintracht ruhte sich keinesfalls auf dem Tor aus und stürmte weiter auf das SCH-Tor.

Die nächsten fünf Treffer fielen dann zwischen der 41. und 56. Minute; drei davon erzielte Matchwinner und Wirbelwind Marius Moormann. Moormann, über den ich aus alten A Junioren-Zeiten öfter mal über solche genialen Momente berichten durfte, ließ die komplette Hörsteler Hintermannschaft oft uralt aussehen und degradierte sie phasenweise zu Fahnenstangen. Die beiden Tore zum 0:3 waren die logische Konsequenz aus diesem Spiel.

Nach dem Wechsel, auf dem Kabinengang konnte man ein paar Falten auf der Stirn von Tobias Stenzel sehen und man weiß nicht, ob es Falten der Ungläubigkeit waren oder ob er wusste, dass Hörstel noch lange nicht besiegt war, kam Hörstel tatsächlich entschlossener aus der Kabine. Moormann machte zunächst auf jeden Fall da weiter, wo er aufgehört hatte, beim Tore schießen. Der Zeiger war gerade dreimal rum, da zappelte der Ball schon wieder im Netz. Jetzt reichts, muss der SC sich da wohl gedacht haben und erzielte durch Patrick Bösker zunächst das 1:4 und Julin Muthulingam sorgte kurz vor seiner Auswechslung durch einen Elfmeter noch für das 2:4. Aber auch auf der anderen Seite wurden Moormann und Schröer, die beiden Torschützen ausgewechselt, ebenso wie der rackernde Timm Tenambergen und dadurch wurde für frischen Wind gesorgt. Tore fielen danach nicht mehr und Mettingen fuhr mit drei Punkten im Gepäck wieder nach Hause.

Mettingen verdrängt Tecklenburg damit auf Rang 4 und positioniert sich ganz nah hinter Hörstel und Tabellenführer SC Halen. Die werden sich gedacht haben, ein Glück das wir diese „Roten Teufel“ auch schon hinter uns haben – es ist noch im Gedächtnis!