Lottes U23 Trainer Raphael Palm im Interview | Rolf-In-Action
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Lottes U23 Trainer Raphael Palm im Interview

Foto: Raphael Palm (rechts) mit seinem Führungsspieler und Routinier Dennis Kleingünther

Lottes U23 gut für die nächste Saison aufgestellt

Vor kurzem habe ich mich mit dem Trainer der U23 der Sportfreunde Lotte, Raphael Palm, mal wieder zu einem Gespräch zusammengesetzt und mich ein wenig über die vergangene und die kommende Saison ausgetauscht. Palm ist seit der Saison 2018/2019 Trainer bei den Sportfreunden. Vorher war er Jugendtrainer u.a. und zuletzt bei den A Junioren von Cheruskia Laggenbeck und hat dort in seiner letzten Saison als Meister knapp den Aufstieg in die Bezirksliga verpasst. Im seinem ersten Jahr bei den Senioren schloss er die Saison mit der U23 der Sportfreunde Lotte mit Platz 3 ab.

Hier ein Auszug aus dem Interview

 

Hallo Raphael, es wird mal wieder Zeit ein wenig zu plaudern; über die vergangene Saison und das, was in der nächsten Saison folgen soll. Zu meiner ersten Frage; Bist du mit der zurückliegenden Saison zufrieden und habt ihr eure Ziele erreicht?

Wir wollten, nachdem wir zueinander gefunden hatten, unter die ersten fünf Mannschaften kommen, das ist uns gelungen. Sportlich also alles erreicht, aber viel wichtiger war mir gerade nach dem Neustart dieser jungen Mannschaft die Außendarstellung meiner Mannschaft. In der Vergangenheit war die Präsentation der anderen zweiten Mannschaften nicht immer zufriedenstellend. Das wollte ich unbedingt ändern, dieses Schubladendenken ist ein großes Problem in unserer Gesellschaft, dem man aber, wenn man seine Hausaufgaben gut erledigt, auch entgegenwirken kann – und das haben wir getan!

Gab es ein sehr schönes und ein äußerst negatives Erlebnis in der letzten Saison, was dir spontan einfällt?

Es gab viele schöne Momente in der Saison. Die Mannschaft hat sich jede Woche gesteigert und fand immer besser zusammen, es machte riesigen Spaß mit der Truppe zu arbeiten. Unser schlechtestes Erlebnis war sicherlich der erste Spieltag gegen Dickenberg. Die herbe Niederlage hat uns aber auch die Augen geöffnet und im Umkehrschluss dann wieder stark gemacht, nicht zuletzt, weil wir aus dieser Niederlage viel gelernt haben.

Was willst du in Lotte mit der U23 in der nächsten Saison erreichen, gibt es schon Zielsetzungen?

Ich möchte, dass wir in der kommenden Saison so lange wie möglich um den Aufstieg mitspielen. Es ist für einen Fußballer einfach genial, wenn es bis zum Schluss um alles geht. Viele im Kreis sind der Meinung, wir müssten aufsteigen, das ist schön und bestätigt unsere Arbeit, aber wir werden ganz ruhig weiterarbeiten, werden unser Ding durchziehen und am Ende sehen, was dabei herauskommt.

Gibt es schon etwas zum neuen Kader zu sagen, hast du einen Plan?

Ja natürlich, wir werden drei „Externe“ einbauen und uns stehen acht Spieler aus der eigenen A Jugend zur Verfügung, die nun in den Seniorenbereich wechseln. Leider werden uns aber auch drei Spieler aus Studiengründen ab Oktober verlassen. Auf jeden Fall wird der Konkurrenzkampf im Kader noch einmal angefacht werden, ich will es am Wochenende mit der Wahl der Startelf so schwer wie möglich haben und dafür muss jeder unter der Woche alles raushauen. Auch für die Entwicklung jedes einzelnen ist dieser Konkurrenzkampf wichtig, um sich als Mannschaft zu steigern. Persönlich bin ich froh, dass die A Junioren mit uns den Weg gehen wollen, weil einige von ihnen auch Angebote aus höheren Ligen haben. Aus meiner Zeit in Laggenbeck weiß ich aber, wie wichtig es ist, qualitativ hochwertige Spieler aus dem eigenen „Stall“ zu bekommen. Die Jungs werden die Zeit bekommen, die sie brauchen, um im Seniorenbereich klar zu kommen, aber ich bin mir sicher, dass einige nicht viel Zeit brauchen werden.

Das hört sich doch schon sehr gut an und da knüpft auch gleich meine letzte Frage an. Wie ist das Verhältnis zwischen der Junioren- und Seniorenabteilung und wie sieht die Basis die momentanen Probleme in der 1. Mannschaft? Abstieg aus der 3. Liga, das Verhältnis des Vorstandes zum Ex-Boss Manni Wilke, kaum Neuverpflichtungen, u.s.w.

Das Verhältnis zur Jugendabteilung ist gut, wir stehen immer in einem regen Austausch. Kommunikation ist eben die Basis für erfolgreiches Arbeiten, nicht umsonst wollen die meisten A Junioren in den eigenen Herrenbereich wechseln. Natürlich bekommen wir auch die Probleme zu den Vorfällen in der Führungsetage mit, aber für uns ändert sich da nichts, wir werden weiter unsere Arbeit machen, da ist es egal, wo die erste Mannschaft spielt.

Vielen Dank für das Gespräch, Raphael