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ISV Trainer Becker erlebte fast ein Dejavu

ISV feiert Pokalsieg

Packender Fight beim 3:2 gegen Recke

 

TuS Recke – ISV 2:3 (0:3)
SR: Markus Echelmeyer

 

In einem rassigen Pokalspiel mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten hatte die ISV gegen den TuS Recke beim 3:2 (3:0) letztlich das bessere Ende für sich. Die beiden Bezirksligisten boten im Stadion von Preußen Lengerich am Vatertag einen echten Pokalfight mit vielen Chancen, schönen Toren und einigen strittigen Szenen. Der TuS Recke wachte vor mehr als 500 begeisterten Zuschauern erst nach der Pause auf, konnte das Ruder jedoch nicht mehr rumreißen. Dabei erlebte ISV Trainer Heiko Becker fast ein Dejavu, wie am 07. Oktober 2018 beim Meisterschaftsspiel in Recke, als Dominik Pieper dem ISV in der 94. Minute noch das Tor zum 3:2 für Recke einschenkte.

Der Anpfiff war kaum verhallt, da hätte es beinahe ein kurioses Eigentor gegeben. Ein ISV-Akteur verfehlte bei einem Rückpass fast von der Mittellinie um Haaresbreite den eigenen Kasten von Keeper Bjarne Hallmann. Mit dem ersten eigenen Angriff gingen die Ibbenbürener 60 Sekunden später in Front. Eine Hereingabe von Steffen Büchter stellte den TuS-Keeper vor gehörige Schwierigkeiten, der nicht weit genug abwehren konnte, sodass Stefan Brink am zweiten Pfosten aus kurzer Distanz keine Mühe hatte. Nach dem frühen Rückstand wirkte Recke geschockt und kam nur äußerst schleppend ins Spiel. Akzente setzte beinahe nur die ISV, deren schnelle Spitzen um den quirligen und pfeilschnellen Büchter die TuS-Abwehr ein ums andere Mal vor Probleme stellte. Aufregung gab es dann wieder bei einem Foul an einem Recker, bei dem der Unparteiische durchaus auf Notbremse hätte entscheiden können. Kurz darauf gab es eine ähnliche Szene auf der Gegenseite, auch hier hätte sich niemand über einen Platzverweis beschweren dürfen. Früh im Spiel war die Atmosphäre somit aufgeheizt, was sich bis zum Schlusspfiff fortsetzen sollte. Wenig später hätte Brink den weit vor seinem Kasten postierten TuS-Schlussmann mit einem Fernschuss beinahe überrascht, die Kugel verfehlte ihr Ziel nur knapp. In der 32. Minute fiel dann der zweite Treffer für die ISV durch David Lindemann. Wegbereiter war wieder Steffen Büchter mit einer starken Einzelleistung über die rechte Seite und einem klugen Rückpass. Von Recke kam weiter äußerst wenig in der Offensive. Maurice Bischoff sorgte in der 42. Minute gar für das 3:0 der ISV. Eine weit gezogene Brink-Flanke verwertete er mit der Innenseite aus zentraler Position unhaltbar in den Winkel. Die 3:0-Pausenführung für die Mannen um Trainer Heiko Becker war der Lohn für einen überzeugenden Auftritt in den ersten 45 Minuten. Während die ISV geradlinig und schnell nach vorne spielte, war der TuS in seinen Aktionen viel zu fehlerhaft.

Das erste Highlight nach dem Seitenwechsel war wieder Steffen Büchter vorbehalten, der einen Fernschuss etwas zu hoch ansetzte. Diese Aktion wirkte wie ein Weckruf für den TuS, der nun deutlich aktiver wurde. Lohn war das 1:3 durch Dennish Sriskandarajah in der 57. Minute, der die Kugel am zweiten Pfosten über die Linie drückte. Nach diesem Treffer war der Glaube bei Recke zurück, doch noch einmal die Wende herbeizuführen. Nur sieben Minuten später schnürte Sriskandarajah mit einem sehenswerten Fallrückzieher den Doppelpack. Der TuS setzte sich nun phasenweise in der Hälfte der Ibbenbürener fest, die kaum noch zur Entlastung kamen. Zudem ließ die ISV viel zu viele Standardsituationen zu. Mit einem Freistoß wäre Recke in der 81. Minute beinahe zum Ausgleich gekommen. Der Schuss von Dominik Pieper aus rund 25 Metern landete am Querbalken. 60 Sekunden später lenkte ISV-Keeper Hallmann einen Kopfball von Rene Heeke über die Latte. Der TuS drängte auch danach auf den Ausgleich. Erst in der Nachspielzeit konnte sich die ISV befreien und das Spielgerät vom eigenen Gehäuse fernhalten. Wenig später ertönte der Schlusspfiff und der Jubel der Ibbenbürener kannte keine Grenzen mehr. Tristesse herrschte hingegen bei den unterlegenen Reckern, die obendrein mit dem Schiedsrichter haderten. Zwei strittige Situationen im Strafraum der Ibbenbürener (einmal Hand, einmal Foul) ahndete der Referee nicht mit dem beide Male durchaus möglichen Elfmeterpfiff. Schon im ersten Durchgang hatte der Unparteiische den Zorn der Anhänger auf sich gezogen, der lange – für manchen Zuschauer zu lange – die Gelbe Karte stecken und so Hektik aufkommen ließ.