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Frauen HKM – Bericht von Thomas Wägener

Foto: Ines Lambers (Westfalia Hopsten) wurde zur besten Torhüterin des Turniers gekürt.

Hallenkreismeisterschaft (HKM) der Frauen

Hier der ausführliche Bericht zur HKM der Frauen vom 18.12.2016 in der Kreissporthalle in Ibbenbüren.

von Thomas Wägener

 

Teuto Riesenbeck ist neuer Hallenkreismeister bei den Frauen

Die erste Frauenfußballmannschaft von Teuto Riesenbeck hat die diesjährigen Hallenkreismeisterschaften gewonnen. Im Finale setzte sich der Landesligist in der Ibbenbürener Kreissporthalle am vergangenen Sonntag im Neunmeterschießen mit 5:4 gegen den Ligakonkurrenten BSV Brochterbeck durch. Dritter wurde Kreisliga-A-Spitzenreiter SW Esch durch ein 2:0 über Westfalia Hopsten. Titelverteidiger Arminia Ibbenbüren war nicht mit von der Partie, da die Truppe um Trainer Frank Schlichter zeitgleich noch ein Meisterschaftsspiel in der Westfalenliga auszutragen hatte. Der Nichtantritt der Ibbenbürenerinnen sorgte jedoch nicht nur bei dem ein oder anderen Zuschauer für Unverständnis.

Dass das Leistungsgefälle der 16 teilnehmenden Mannschaften teilweise sehr deutlich ist, wurde insbesondere in der Vorrunde teilweise mehr als deutlich. Für das Groß der Favoriten war die Gruppenphase nicht mehr als ein willkommener Aufgalopp, bei dem sie nicht ernsthaft geprüft wurden. So waren in den Gruppenspielen Partien mit sechs oder sieben Toren Unterschied keine Seltenheit. Die Ausnahme waren dagegen knappe Siege oder sogar Unentschieden.

Erst im Viertelfinale wurde es spannender, mit Ausnahme der Partie Brochterbeck gegen Dreierwalde, die 11:0 endete. Das war gleichzeitig das höchste Ergebnis des gesamten Turniers. SW Esch hatte beim 3:0 gegen Ausrichter TuS Recke, dessen erste Mannschaft analog zu Arminia Ibbenbüren ebenfalls noch ein Meisterschaftsspiel zu absolvieren hatte, auch nur wenig Mühe. Recke war somit durch den Ausfall zahlreicher Leistungsträgerinnen geschwächt. In den weiteren Viertelfinals setzte sich Teuto Riesenbeck mit 2:0 gegen GW Steinbeck durch und Westfalia Hopsten besiegte den VfL Ladbergen im Neunmeterschießen mit 3:2. Nach der regulären Spielzeit hatte es 1:1 gestanden.

Im ersten Halbfinale gewann Riesenbeck mit 2:1 gegen Hopsten, wobei der Anschlusstreffer der Westfalia erst in den Schlusssekunden und somit zu spät kam. Im zweiten Halbfinale zwischen Brochterbeck und SW Esch kam dann erstmals richtig Stimmung auf. Für viele war das Aufeinandertreffen das vorweggenommene Endspiel. Endsprechend temporeich und technisch anspruchsvoll gingen beide Teams zu Werke. Nina Ledor brachte Brochterbeck früh in Front, Stephanie Ahlers gelang Mitte der Partie der Ausgleich. Mit ihrem zweiten Treffer brachte Ledor ihre Farben dann auf die Siegerstraße. Lisa Robin machte den Finaleinzug mit dem 3:1 schließlich perfekt.

Im Spiel um Platz drei setzte sich Esch durch Treffer von Ahlers und Sarieka Steinriede mit 2:0 gegen Hopsten durch. Im Endspiel staunten die Zuschauer dann nicht schlecht, denn es waren die Riesenbeckerinnen, die durch Melissa Radig schnell das erste Tor der Partie erzielten. Der favorisierte BSV wankte nun und musste durch Luisa Büscher gar Gegentor Nummer zwei hinnehmen. Doch die Frauen um Trainer Jens Hartmann rissen sich noch einmal zusammen und drängten auf den Anschluss. Dieser gelang Lisa-Marie Schophuis dann auch verdientermaßen. Mit einem überlegten Schuss ins lange Eck nach einer sehenswerten Einzelleistung besorgte Schophuis dann den Ausgleich. Sekunden vor dem Abpfiff hatte Nina Ledor sogar das Siegtor für den BSV auf dem Fuß. Mit einer spektakulären Fußabwehr verhinderte Teuto-Keeperin Nicole Dierkes jedoch den Triumph der BSV-Frauen. Da das spannende Spiel nach den regulären zwölf Minuten also keinen Sieger hatte, musste das Neunmeterschießen entscheiden. Hier setzte sich Riesenbeck schließlich mit 5:4 durch. Dierkes hielt den entscheidenden Neunmeter von Brochterbecks Torfrau Julia Käsekamp und sicherte ihrer Mannschaft somit den Titel sowie das Preisgeld in Höhe von 350 Euro, das, wie auch die übrigen Geldpreise, von der Sparkasse gestiftet wurde. Das unterlegene Brochterbeck durfte sich immerhin mit 250 Euro trösten. 200 Euro gab es für den Drittplatzierten SW Esch und 150 Euro flossen in die Mannschaftskasse des Vierten Westfalia Hopsten. Darüber hinaus durften sich die im Viertelfinale unterlegenen Teams aus Steinbeck, Ladbergen, Dreierwalde und Recke immerhin noch jeweils über 50 Euro freuen.

Nach Auskunft der Turnierleitung wurde Ines Lambers von Westfalia Hopsten von den Trainern der teilnehmenden Mannschaften mit großem Abstand zur besten Torhüterin des Turniers gewählt. Beste Torschützin wurde Katharina Schmalz vom BSV Brochterbeck mit neun Treffern.