DJK Mädels mit sehr guter zweiter Halbzeit | Rolf-In-Action
Logo

FOLGE UNS AUF

DJK Mädels mit sehr guter zweiter Halbzeit

U17 Juniorinnen Bundesliga

DJK Arminia Ibbenbüren – FSV Gütersloh 0:3 (1:3)

SR Kathrin Heimann
Linie: Nico Kollwer, Pascal Teepe
 
Emma Rachel Harrison köpft zweites Bundesligator

Josefine Neß, Nr. 11 von Gütersloh, kam am Mittwoch zusammen mit Lena Strothmann (Nr. 5) vom Vier-Nationen Turnier aus Schweden zurück. Turniersieg gegen Spanien, Gastgeber Schweden und die USA in der Tasche und spielte nun gegen die Mädels der Arminia, die ihr drittes Spiel in der Bundesliga nach ihren Möglichkeiten sehr gut bestritten. Auffällig dabei, das sie zum ersten Mal eine viel bessere zweite Halbzeit spielten. 20 Minuten lang sogar auf Augenhöhe gegen die, mit Nationalspielerinnen gespickten Gütersloher. 

Mia Westmeyers Lattenkracher köpft Emma Rachel Harrison in die Maschen

Fast gelang Mia Westmeyer dabei ihr zweiter Treffer, als sie einen Schuss von der rechten Seite nur durch eine großartige Reaktion von FSV-Torhüterin Emilie Maria Maihs, die noch mit ihren Fingerspitzen dran war, nur an die Latte setzte. Den Abpraller konnte dann aber Emma Rachel Harrison reaktionsschnell in der 69. Minute per Kopfball zum zweiten Bundesligator der Vereinsgeschichte unterbringen und so auf 1:3 verkürzen. Der Jubel über das Tor war groß, auch sicherlich deshalb, weil sich die „Grünen“ nicht aufgaben und mutig weiter nach vorne spielten. Wieder ein Stück mehr Selbstvertrauen gewonnen und wieder ein weiteres Stück mehr in der Juniorinnen Bundesliga angekommen. 

Die Mädels kämpfen bis zur letzten Minute

Selbstvertrauen und Mut, das sind die Eigenschaften, die die Mädels brauchen um auch ihre Erfolgserlebnisse zu haben. Noch beginnen sie sehr ängstlich so ein Spiel, sehr tief stehend und abwartend. Auffällig war, vor allem in der ersten Halbzeit, dass die eigentlich guten Abschläge von Torhüterin Wiebke Kloos alle beim Gegner landeten. Warum? Weil die Mädels nicht zum Ball gingen und die Gütersloher gewähren ließen. Vielleicht aus Angst, bei der Ballannahme schlecht auszusehen, vielleicht, weil die erfahrenen Mannschaften darauf getrimmt sind, erste Bälle zu bekommen und so das Spiel zu gestalten. Aber sie lernen mit jedem Spiel dazu, und deshalb wird es auch irgendwann mal klappen mit dem ersten Punktgewinn. Solange heißt es für die junge Mannschaft von Katharina Eiter, weiter kämpfen und den Mannschaften zeigen, dass sie da sind und nicht bereit, die Punkte einfach herzuschenken. 

Der nächste Gegner

Nächsten Samstag geht es ins Apollinarisstadion nach Bad Neuenahr, unweit der großen Apollinaris & Schweppes GmbH, an der Kreuzstrasse 110. SC 13 Bad Neuenahr ging übrigens aus dem insolventen Club SC 07 Bad Neuenahr (einer der ältesten Frauenfußballvereine Deutschlands), in den SC 13 über. In Bad Neuenahr wurde schon Frauenfußball gespielt, als der noch beim DFB verboten war. Belächelt wird der Frauenfußball heute von vielen leider immer noch – völlig zu Unrecht.

Macho-DFB

 Unglaubliche Begründung des DFB 1954, nach dem WM Titel der Männer, heißt es zum Frauenfußball, der den Vereinen untersagt wurde,  unter anderem:

„… dass diese Kampfsportart der Natur des Weibes im Wesentlichen fremd ist.“, „… Körper und Seele erleiden unweigerlich Schaden und das Zurschaustellen des Körpers verletzt Schicklichkeit und Anstand.“ Zudem gab der DFB in seiner Begründung eine angeblich gesundheitsschädigende Wirkung des Sportes auf Frauen an, da dadurch ihre Gebärfähigkeit beeinträchtigt würde.

Meine Meinung dazu…

Manchmal habe ich das Gefühl, da sitzen beim DFB vereinzelt immer noch solche Knallköppe, die diese Meinung gar nicht so abwegig finden. Liebe Frauen und Mädels, ich bin froh, dass ihr diesen Sport auch zu eurem gemacht habt und bin sehr gerne vor Ort und berichte über eure tollen Spiele, die uns allen zeigen, dass Fußball nicht unbedingt etwas mit „Neymarrismus“ zu tun haben muss, sehr fair sein kann und nicht durch „Millionen-Tranzfers“ verseucht wird. Danke dafür!