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Bundesligist fast in die Knie gezwungen

U17 Juniorinnen Westfalenpokal Vietelfinale

DJK Arminia Ibbenbüren – FSV Gütersloh 1:2 (0:0)

SR: Ulrich Bröker
Linie: Carsten Schmidt, Lennart Bröker
 
Arminia Ibbenbüren lange Zeit auf Augenhöhe mit dem Bundesligisten aus Gütersloh

Im Westfalenpokal Viertelfinale unterlag der Regionalligist Arminia Ibbenbüren dem Bundesligist FSV Gütersloh am Mittwoch Abend vor 150 Zuschauern nur äußerst knapp mit 1:2. Für kurze Zeit waren sie näher am 2:0 als der geschockte Bundesligist am Ausgleich.

Jäger mit „Klasse-Tor“ und neuen Schuhen!

Arminias Kapitänin und Top-Torjägerin Lina Jäger war es nämlich, die sich nach schönem Zuspiel die Kugel nahm, drei Gütersloher aussteigen ließ und aus ca 20 Metern volley abzog. Der Ball schlug halbhoch am rechten Pfosten ein, unhaltbar für FSV-Torhüterin Marie-Katharina Fechner. Da staunten die Gäste nicht schlecht und die „Grünen“ lagen sich in den Armen – völlig verdient zu diesem Zeitpunkt. Der Bundesligist konnte auf dem schwierigen Geläuf überhaupt nicht überzeugen und vergab ungewöhnlich viele Möglichkeiten kläglich.  Lina Jägers Tor fiel kurz nach Wiederanpfiff in der 42. Minute. Klar, das Gütersloh nun auf den Ausgleich drängte und alles nach vorne warf. Aber zunächst hielt die Arminia noch sehr gut dagegen. Zeitweise waren die Gastgeber näher am 2:0 als Gütersloh am Ausgleich, da sie hinten nun auch offener und anfälliger wurden. Doch in der 67. Minute musste DJK-Torhüterin Nadine Heilmann bei einem unhaltbaren Schuss von FSV Spielerin Annabel Larissa Herick das erste Mal hinter sich greifen. Noch in der regulären Spielzeit versuchten fortan beide Mannschaften auf Sieg zu spielen und eine drohende Verlängerung zu verhindern, denn das Spiel hatte doch sehr viel Kraft gekostet, auch für den Klassen höheren Bundesligist. Es wollte aber auf beiden Seiten kein Tor mehr gelingen. 

Verlängerung…

war angesagt! Nochmal 20 Minuten durchhalten und alles versuchen. Bei der Arminia machte sich aber zum Schluss doch die anstrengende Fahrt nach Spanien bemerkbar, denn noch kurze Zeit vorher spielten sie auf der Iberischen Halbinsel im Turnierfinale gegen Holstein Kiel und gewannen mit 3:0. In der 94. Minute oder der 14 Minute der Verlängerung, dass Flutlicht in Schierloh suchte man zu diesem Zeitpunkt vergebens und einige Wadenkrämpfe mussten behandelt werden, gelang dem Bundesligist der viel umjubelte Siegtreffer zum 1:2. Meine Kamera hatte ich zu diesem Zeitpunkt  schon ausgeschaltet und ein Nachtsichtgerät besitze ich leider nicht, habe dann auch den Treffer wegen der zunehmenden Dunkelheit gar nicht mehr gesehen – sehr grenzwertig.

Bei der Arminia passte trotz der Niederlage alles gut zusammen. Von der blendend aufgelegten Nadine Heilmann im Tor, über die sicher stehende Abwehr um Nele Voßel, das klasse Mittelfeld, aus dem besonders Manon Stefens herausragte, bis in die Spitze um Lina Jäger und Noelle Slon, lieferten die Mädels einen tollen Fußballabend ab. Aber auch alle anderen Riekes, Höftings, Wattas, Krauses und Co waren am gestrigen Abend top eingestellt und wie es schien auf den Punkt fit. Die „Spanienfahrt“ hatte da eher motivierend als ermüdend gewirkt. 

Die folgende Aussage vom scheidenden Trainer Birger Röber ist schon fast eine mit Wehmut getränkte Liebeserklärung an „seine“ Mannschaft, hier der Wortlaut:

„Persönlich kann ich nur sagen, dass ich unglaublich Stolz auf diese Bande bin. Finde es unfassbar, was die da gestern geleistet haben. Diese Mannschaft ist für mich als Trainer ein echter Glücksfall. Die letzten 3 Jahre hatte ich das große Glück, mit ganz tollen Persönlichkeiten zu arbeiten. Ich glaube auch, dass wir gestern den Fußballkreis Tecklenburg gut vertreten haben. Denke aber auch, dass man akzeptieren muss, dass Gütersloh unterm Strich verdient gewonnen hat.“

Auch ich finde es großartig, was diese Mannschaft in diesem Jahr bislang geleistet hat und pflichte Birger da voll bei! Nur in einem Punkt sehe ich das etwas anders – verdient hat Gütersloh nicht gewonnen!