Brochterbeck bestraft Ibbenbürens Fehler konsequent | Rolf-In-Action
Logo

FOLGE UNS AUF

Brochterbeck bestraft Ibbenbürens Fehler konsequent

Frauen Landesliga

Arminia Ibbenbüren II – BSV Brochterbeck 1:3 (1:3)

SR: Horst Petersson
von Thomas Wägener, Fotos Rolf Grundke

 

Im Derby der Damen-Landesliga hat sich der BSV Brochterbeck mit 3:1 (3:1) bei der Zweitvertretung von Arminia Ibbenbüren durchgesetzt und sich durch den zweiten Saisonsieg auf Tabellenplatz elf verbessert. Die Arminia ist durch die zweite Niederlage derweil auf Rang sieben zurückgefallen.

 

Bei Nieselregen hatten beide Teams auf dem seifigen und tiefen Geläuf immer wieder Standschwierigkeiten. Bei den schwierigen Bedingungen entwickelte sich entsprechend eine kampfbetonte Begegnung, ohne große spielerische Höhepunkte. Die erste Möglichkeit der Partie hatten nach knapp einer Viertelstunde die Gastgeberinnen. Paulina Pollok passte auf Rhea Meret Brüggemann, die die Kugel aus zentraler Position knapp am rechten Pfosten vorbeischob. Kurz darauf fiel auf der Gegenseite in einer weitaus ungefährlicheren Situation auf kuriose Weise der erste Treffer der Begegnung. Bei einem Rückpass schoss Ibbenbürens Torhüterin BSV-Stürmerin Nadja Bertke an, von deren Körper der Ball in die Maschen sprang (14.). Auch die nächste gefährliche Aktion gehörte dem BSV, einen Schuss der Gäste von Halblinks konnte DJK-Keeperin Tanja Guzberg jedoch über den Querbalken lenken (21.). Die anschließende Ecke von Anja Korte köpfte Julia Käsekamp dann unbedrängt am ersten Pfosten ins kurze Eck zum 0:2. Ibbenbüren hatte zwar optisch mehr Ballbesitz, war im Passspiel aber zu ungenau. So hatte Brochterbeck weiter die gefährlicheren Szenen und wirkte obendrein bissiger in den Zweikämpfen, allen voran Bertke, die immer wieder durch Grätschen das Aufbauspiel der Arminen störte. Nach einem Pass von Lisa-Marie Schophuis in die Spitze, konnte Guzberg den Schuss von Franziska Wienke im Nachfassen entschärfen (31.). Mit der zwei Tore-Führung im Rücken überließen die Gäste den Gastgeberinnen fortan die Initiative. Nach einer schönen Einzelleistung von Kapitänin Katharina Either, die über die linke Seite geschickt wurde, in den Sechzehner eindrang und auch noch die BSV-Torhüterin umkurvte, schaffte Ibbenbüren verdientermaßen den Anschluss (39.). Zuletzt am Ball war allerdings eine BSV-Verteidigerin, die das Unheil auf der eigenen Torlinie allerdings nicht mehr abwenden konnte. Das 1:2 versprach wieder Spannung, allerdings nur kurz, denn nur drei Minuten nach dem Gegentreffer stellte Brochterbeck den alten Abstand wieder her. Eine erneute Ecke von der rechten Seite bekamen die Gastgeberinnen nicht geklärt. Die Kugel rutschte durch zum zweiten Pfosten, wo Katharina Schmalz nur noch den Fuß hinhalten musste.

Im zweiten Abschnitt konzentrierten sich die Gäste mit dem Zwei-Tore-Vorsprung im Rücken vornehmlich auf die Verteidigung. Entsprechend hatte Ibbenbüren nun ein deutliches Übergewicht, wurde aber selten so zwingend wie in der 55. Minute, als Anna Potanin ihren Schuss aus zehn Metern freistehend über den BSV-Kasten setzte. Noch näher am 2:3 war die eingewechselte Sanja Steggemann Mitte der zweiten Halbzeit, deren Freistoß aus knapp 30 Metern Gäste-Torhüterin Theresa Elsbecker noch an die Latte lenken konnte. Ibbenbüren steckte nicht auf und rannte immer wieder an, die Angriffe stellten die BSV-Abwehr jedoch nur selten vor ernste Probleme. Bei einem Konter vergab Brochterbecks Katharina Schmalz nach schönem Pass von Anja Korte rund fünf Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit die endgültige Entscheidung, als sie an Arminen-Torfrau Guzberg scheiterte.

Zum Sieg reichte es dennoch, vor allem weil Brochterbeck die Fehler der Gastgeberinnen eiskalt bestrafte, die zwar insbesondere in der zweiten Halbzeit zwar deutlich mehr vom Spiel hatten, aber im Abschluss nicht zwingend genug waren.