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Arminia gewinnt Verfolgerduell in Unterzahl

Frauen Westfalenliga

DJK Arminia Ibbenbüren – VFL Bochum II 1:0 (0:0)

SR: Michael Austermann

 

von Thomas Wägener

Die Fußballerinnen von Arminia Ibbenbüren haben in der Westfalenliga einen hart erkämpften 1:0 (0:0)-Erfolg gegen die zweite Mannschaft des VfL Bochum errungen. Bei spätsommerlichen Temperaturen mussten die Ibbenbürenerinnen eine halbe Stunde lang in Unterzahl auskommen. Durch den Sieg gegen den Verfolger haben die Damen um Trainer Frank Schlichter den dritten Tabellenplatz gefestigt und den Vorsprung auf Bochum auf vier Zähler ausgebaut.

 

Die Partie brauchte einen langen Anlauf, denn die Anfangsphase war von vielen Ballverlusten geprägt. Die Arminia übernahm zwar von Beginn an die Initiative, fand aber zunächst kaum ein Durchkommen gegen die VfL-Defensive. Die Gäste waren ihrerseits bemüht, das Spielgerät am Boden zu lassen. Da ihr Spielaufbau aber häufig zu ungenau war, kamen sie kaum in die Nähe des Sechzehnmeterraums der Gastgeberinnen. So dauerte es fast 25 Minuten bis zur ersten gefährlichen Aktion, eine Gäste-Spielerin stellte ihre eigene Torhüterin auf die Probe, die zur Ecke retten konnte. Vier Minuten vor der Pause wäre Ibbenbüren beinahe auf kuriose Weise in Führung gegangen. Nach einem Pressschlag auf der linken Seite flog die Kugel in Richtung der VfL-Tores, sprang auf und landete am Querbalken. Es war die letzte Aktion einer von Ibbenbüren zwar überlegen geführten ersten Hälfte, mit nur wenigen Höhepunkten.

Nach dem Seitenwechsel kam Bochum zunächst besser aus der Kabine. Das Tor fiel aber auf der anderen Seite. Nach einem Eckball von Imke Eversmeyer konnte der VfL per Kopf nicht entscheidend klären. Der Ball flog senkrecht in die Höhe und wurde letztlich von der aufgerückten Abwehrspielerin Julia Dortmann aus einem Meter eingeköpft. Die Führung der Gastgerinnen war zu diesem Zeitpunkt aufgrund der größeren Spielanteile verdient. Eine Rote Karte für Ibbenbürens Kapitänin Julia Seeliger wegen einer Notbremse (62.) veränderte dann jedoch die Vorzeichen, denn fortan übernahmen die Gäste in Überzahl die Kontrolle. Große Torgelegenheiten blieben aber lange Zeit aus. In der 82. Minute bewahrte Arminen-Torhüterin Tanja Guzberg ihre Farben nach einem Eckball mit einem Reflex vor dem Ausgleich. In den Schlussminuten warf Bochum inklusive ihrer Keeperin dann alles nach vorne. Die aufopferungsvoll kämpfenden Gastgeberinnen hielten dem Druck aber auch bis in die mehr als fünfminütige Nachspielzeit stand und retteten den knappen Sieg ins Ziel.