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An den kleinen Zielen arbeiten

U17 Mädchen Bundesliga

5. Spieltag

DJK Arminia Ibbenbüren – Borussia Mönchengladbach 2:4 (0:2)

SR: Sina Diekmann
 
In der zweiten Halbzeit schaffen die Mädels ein 2:2

Es sind die kleinen Erfolge, woran sich die DJK-Mädels messen! Nicht Siege und Punkte zählen, sondern daran zu arbeiten, der Bundesliga zu zeigen, dass man da ist und jeder Sieg hier erkämpft werden muss; der wird nicht einfach so mitgegeben. Ganz nebenbei feiern sie die kleinen Erfolge so, wie andere die Meisterschaft feiern würden, so auch wieder gegen Borussia Mönchengladbach, denen man in der zweiten Halbzeit gar ein Unentschieden abgerungen hat. Woran liegt es, dass die Mädels sich auch in der Niederlage freuen und immer erhobenen Hauptes vom Platz gehen? Sie haben noch keinen Punkt geholt, damit würde man am Ende der Saison sicherlich absteigen!

Plan B klappt ausgezeichnet

Ganz einfach, der Verein und die Verantwortlichen haben von Beginn an Plan B aus der Tasche gezogen und setzen diesen auch konsequent um. Wieso Plan B? Wer realistisch genug ist, sieht genau, dass man im großen elitären Pool der Bundesligisten ein Exot ist, dass Essen, Leverkusen, Köln, Gütersloh oder Saarbrücken seit Jahren gestandene Bundesligamannschaften hervorbringt, bei denen auch die jüngeren Mädels der U15 bis U11 schon in den Leistungsklassen spielen. Wer in diesen Mannschaften Bundesliga spielt, der hat eine jahrelange qualifizierte Ausbildung genossen und ist für die Bundesliga vorbereitet worden. Anders bei den Mädels von Arminia Ibbenbüren, da haben einige vor der Saison noch Bezirks-oder Kreisliga gespielt. Umso höher sind die moderaten Ergebnisse zu werten, die diese Mädels erzielen. 

Jedes Spiel dazulernen

Fußball spielen können sie alle, das sieht man bei jedem Spiel, kämpfen tun sie bis zum Umfallen und aufgeben werden sie auch niemals, was ihnen fehlt, sind die Eigenschaften, die eine Bundesligamannschaft am Ende auszeichnet. Aber das lernen sie gerade bei jedem Spiel ein Stück mehr und setzen das auch um. Lernen muss man beispielsweise das Antizipieren von Situationen, quasi mit den Fehlern des Gegners rechnen oder das ständige reden miteinander und immer in Bewegung sein. Auch mal mutig den Zweikampf suchen, den Körper einsetzen und immer nah dran sein am Gegner und sich im Ballbesitz Freiräume schaffen. Das alles klappte in der zweiten Hälfte, nachdem Emma Rachel Harrison da 2:1 erzielte, alles schon viel besser und man hat die Angst vor dem großen Namen sofort abgelegt. Das 2:3, wieder durch Harrison war dann die logische Antwort auf das immer besser werdende Spiel der Arminia. Da haben sie nämlich viel besser und konsequenter gegen den Ball gearbeitet und die Borussia so zu vielen Fehlern gezwungen. Und dann klappt auch mal eine schöne Balleroberung auf der rechten Seite und eine Flanke, die in Emma eine tolle Abnehmerin findet.

…an den kleinen Zielen arbeiten

Die kleinen Ziele sind es also, die der Arminia am Ende eines Spiels viel wichtiger sind, als Siege. 0:7 haben sie noch nicht verloren, so ist es beispielsweise Iserlohn gegen Essen passiert oder Köln verliert 1:3 gegen Gütersloh, das selbe Ergebnis, was die Arminia gegen den FSV erzielt hat, nur wird Köln das Ergebnis nicht feiern! Die kleinen Ziele sind es also, an denen die Schierloher arbeiten. Vielleicht das nächste mal ein Punktgewinn, vielleicht auch nur ein Unentschieden, das wär´s, daran lohnt es sich zu arbeiten. Ansonsten gilt, dieses Jahr weiterhin genießen und möglichst viel für die Zukunft mitnehmen und natürlich – weiterhin jedem Gegner es so schwer wie möglich zu machen. Vielleicht ist dann ja am Ende der Saison das letzte große Ziel, den Klassenerhalt zu schaffen!

 

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