10 Tore in der U17 Niedersachsenliga | Rolf-In-Action
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10 Tore in der U17 Niedersachsenliga

B Mädchen Niedersachsenliga 

Osnabrücker SC – BV Cloppenburg 5:5

SR: Charlotte Skrypczak
 
Spannung und Dramatik im Spiel, ein Zuschauer (Elternteil der Cloppenburger) musste den Platz verlassen, OSC Trainer Artur Cumacenko und Torwarttrainer Robert Gerzen außer sich

Wahrscheinlich konnte keiner ahnen, welche Dramatik sich im Spiel des Tabellenführers aus Osnabrück und dem BV Cloppenburg auf dem Kunstrasen des OSC abspielen würde, alle rechneten wahrscheinlich mit einem klaren Sieg der Gastgeber. Hätte man gewusst, welche Entwicklung dieses Spiel nehmen würde, hätte man vielleicht eine andere Schiedsrichterwahl getroffen. Der jungen Frau muss man aber zugute halten, dass sie sich öfter mit dem Assistenten beriet. Strittige Entscheidungen sorgten auf jeden Fall auf beiden Seiten für den ein oder anderen Ausraster, der einem Elternteil einer Gästespielerin in der zweiten Halbzeit den Platzverweis einbrachte und Cumacenko und Gerzen auf die Palme trieb. 

Gespielt wurde aber auch und das mit einer Härte, die im Mädchenfußball seines gleichen sucht, gut, dass es keine Verletzungen gab. Bei diesem Spiel sei auch die Frage erlaubt, ob man den zuschauenden Eltern mit so einem schlechten Benehmen nicht ihre Grenzen aufzeigt! 10 Tore und etliche Unterbrechungen und Freistöße unterstrichen das. Gerne hätten auch noch ein bis zwei Elfmeter dazu kommen dürfen, aber in diesen Szenen verließ der leicht überforderten Schiedsrichterin der Mut zum Griff an die Pfeife. Am Ende stand ein 5:5 zu Buche, was der BVC ausgiebig feierte und den Gastgeberinnen die Tränen in die Augen trieb. 

Dabei gingen die Cloppenburgerinnen bereits in der 2. Minute in Führung, da schliefen die OSC-Mädels wohl noch. Wachgerüttelt glichen sie aber postwendend durch Sophie Berger in der 4. Minute aus. Weitere 4 Minuten später ging der Gast wieder in Führung. In der 13. Minute dann wieder der Ausgleich durch Vanessa Beste. Vier Tore in 13 Minuten, das ist schon eine Hausnummer in der Niedersachsenliga. Aber wie die Arithmetik es so will, konnte Cloppenburg noch vor der Pause ein drittes mal in Führung gehen, da schrieben wie die 33. Minute.

Nach dem Wechsel gewann der OSC dann endlich Oberwasser und schoss in der 42./49. und 63. Minute ein 5:3 heraus, dabei war die eingewechselte Adea Nagavci gleich zweimal mit einem Freistoß zum 3:3 und 5:3  erfolgreich. Den 4:3 Führungstreffer erzielte Catleen Quartmann. Es sah jetzt nach einer klaren Angelegenheit für den OSC aus, aber die BVC-Mädchen wehrten sich vehement und die Ereignisse überschlugen sich. Bevor es am Ende 5:5 stand, gab es noch mehrere Aufreger auf beiden Seiten, die auch den Spielfluss behinderten. Elfmeter wurden reklamiert und der Vater einer Spielerin wurde des Spielfeldes verwiesen. Resultat dieser ungeordneten Szenerie waren die beiden Tore für den Gast aus Cloppenburg, über die sich die Mädels ausgelassen freuten; sie feierten die Punkteteilung wie einen Sieg, die Gastgeberinnen waren am Boden zerstört. Man bleibt zwar Tabellenführer, aber der Atem von Hannover 96 und SG Rodenberg sitzt spürbar im Nacken!

PS: Versehentlich wurde im Bericht vom Platzverweis des Gästetrainers Horst Schrapper berichtet. Das war natürlich falsch, Herr Schrapper hat sich völlig korrekt verhalten, des Feldes wurde ein Elternteil einer Spielerin verwiesen, der sich sehr nah an der Coachingzone der Gäste aufhielt und irrtümlicherweise für Horst Schrapper gehalten wurde. Dies bitten wir zu entschuldigen.